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Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität des Saarlandes

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Künstlerisches Arbeiten hilft Krisen überwinden

 

Künstlerisches Arbeiten hilft Krisen überwinden

Foto: SHG/Harald Kiefer
Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Dr. Martin Kaiser eröffneten die Ausstellung.
Foto: SHG/Harald Kiefer
Auch die Vorträge im großen Saal der Stadthalle fanden viele Zuhörer.

Beim 92. Saar-Lor-Lux-Symposium in Merzig ging es um das Zusammenwirken von Kunst, Kultur und Psychiatrie

 
Merzig. „Kunst, Kultur und Psychiatrie“ hieß die Überschrift zum 92. Saar-Lor-Lux-Symposium, zu dem das SHG-Klinikum Merzig und das Gustav-Regler-Zentrum in die Stadthalle eingeladen hatten. Den Auftakt und zugleich den Einstieg ins Thema bildete die Eröffnung einer Ausstellung mit historischen und aktuellen Werken aus dem Klinikum und der Sammlung Prinzhorn, Heidelberg. Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich betonte die herausragende Bedeutung des Klinikums für die psychiatrische Versorgung der Bevölkerung im Kreis. 

Gut besucht auch die anschließenden Vorträge. Professor Dr. Wolfgang Werner, der letzte Ärztliche Direktor des ehemaligen Landeskrankenhauses, sprach über „Kunst, Kultur und Ortswechsel als Zugänge zur Psychiatrie“. Privatdozent Dr. Thomas Röske von der Uni Heidelberg, Leiter der Sammlung Prinzhorn, referierte über „Historische künstlerische Werke aus der Merziger Klinik und ihr Kontext“. Viele Werke von Merziger Patienten sind in der Sammlung Prinzhorn aufgehoben und waren für die Ausstellung in der Stadthalle ausgeliehen.    

„Künstlerisches und kreatives Arbeiten ist für uns ein wichtiger Aspekt, um Menschen in und aus psychischen Krisen zu helfen“, sagt Dr. Martin Kaiser, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum. Sein Vortrag über „Künstlerisch-kreatives Arbeiten als psychosomatische Ressourcenschöpfung“ zeigte Wege hierzu auf. Den Tagungsvorsitz hatte Privatdozent Dr. Ulrich Seidl, Chefarzt der Psychiatrie der SHG-Kliniken Sonnenberg.

Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte erneut Gesundheitsministerin Monika Bachmann übernommen. In ihrer Vertretung hob Referatsleiter Dr. Thomas Lamberty die Bedeutung der Merziger Symposien für den grenzüberschreitenden Austausch hervor. Die Veranstaltungsreihe, die auf Initiative von Professor Werner vor 40 Jahren geboren wurde, habe großen Anteil an der „Entstigmatisierung“ der Psychiatrie, sagte SHG-Geschäftsführer Bernd Mege. Die Neustrukturierung der saarländischen Psychiatrie, die einst in Merzig ihren Anfang nahm, habe sich als „goldrichtig und gut“ erwiesen.    


 

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