Anfahrt    Babygalerie    

Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität des Saarlandes

Druckersymbol  

Wie das Herz länger fit gehalten werden kann

 

Wie das Herz länger fit gehalten werden kann

Die Veranstaltung im Alten Personalcasino des Klinikums Merzig stieß auf großes Interesse.
Stellten sich gerne in den Dienst der guten Sache (v.r.n.l.): Dr. Helmut Isringhaus, Dr. Peter Henkel, Dr. Matthias Schelden, Dr. Rainer Breit und Dr. Oliver Adam.

„Herz unter Stress“: Fachärzte informierten rund um Risikofaktoren und gesünderes Leben


Merzig. „Herz unter Stress“ hieß es bei einem Informationsabend anlässlich der Herzwochen 2016 der Deutschen Herzstiftung im SHG-Klinikum Merzig. Mit gutem Grund: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind als Ursache an nahezu jedem zweiten Todesfall in Deutschland beteiligt. Daher standen Tipps, wie das Herz fit gehalten werden kann, im Mittelpunkt der Experten-Vorträge vor den rund 80 interessierten Zuhörern. Moderiert wurde der Abend von Dr. Helmut Isringhaus, bis 2014 Chefarzt der Herz- und Thoraxchirurgie im Herzzentrum Saar in Völklingen.
 

Anregungen, wie man sein Herz lange fit halten kann, kamen von Privatdozent Dr. Oliver Adam, Chefarzt im Kreiskrankenhaus St.Ingbert. 90 Prozent aller Risiko- Faktoren einer Herz-Kreislauf-Erkrankung entstehen durch den Lebensstil: „Zuviel Fett und Zucker, Rauchen und Stress, dazu zu wenig Bewegung“, betonte der Kardiologe. Dazu kommen Risikofaktoren, die vom einzelnen nicht beeinflussbar sind: Alter und genetische Disposition. Dabei gilt: „Das Gesamtrisiko zählt, und das kann man auch ausrechnen“, erläuterte Adam. Beeindruckend: Ein 40-jähriger Raucher hat laut Adam dasselbe Risiko wie ein 60jähriger Nichtraucher.
 

Über die Risikofaktoren Diabetes Typ2 und das metabolische Syndrom informierte der Endokrinologe Dr. Peter Henkel, Chefarzt der medizinischen Klinik II im Merziger Klinikum. Dabei beantwortete er Fragen wie: Wie entsteht ein Diabetes? Wie kann ich vorbeugen? Was ist eine Broteinheit und was der glykämische Index? Wie kann ein Diabetes behandelt werden und wie kann ich ihn mit der richtigen Lebensweise verhindern? Dabei informierte Henkel auch über Wirkung und Nebenwirkungen der neuen blutzuckersenkenden Medikamente die auf dem Markt sind. Leider gelte aber beim Diabetes 2: „Je älter man wird, desto höher ist die Chance zu erkranken.“
 

Wie gefährlich ist ein hoher Cholesterinwert wirklich? Angeregt durch Publikationen wie „Die Cholesterin-Lüge“ ging Dr. Rainer Breit, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, dieser Frage nach. Die Wissenschaft zeige klar und deutlich, dass die sogenannten „Cholesterin-Plaques“, Ablagerungen von Cholesterin in den Gefäßen, zu den häufigsten Ursachen von Gefäßverschlüssen gehören. Oft seien bei einem zu hohen Cholesterin-Spiegel Medikamente notwendig um diesen zu senken, oft genügt aber auch eine Änderung des Lebensstils. „Leben Sie gesund, dann brauchen Sie keine Pillen“, brachte Kardiologe Breit seinen Vortrag auf den Punkt.


Auch Übergewicht schafft Stress fürs Herz. Dass zu viel Gewicht lebensgefährlich ist und dringend abgebaut werden muss, darüber waren sich die Mediziner einig. Wem das Abnehmen nicht gelingt, und wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, der muss trotzdem nicht verzweifeln. Dr. Matthias Schelden stellte in seinem Vortrag operative Methoden zur Behandlung der Fettleibigkeit vor