Anfahrt    Babygalerie    

Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität des Saarlandes

Druckersymbol  

Herz-Experten konnten viele Fragen beantworten

 

Herz-Experten konnten viele Fragen beantworten

Aufmerksame Zuhörer: Rund 150 Interessierte waren der Einladung ins Klinikum Merzig gefolgt.
Standen Rede und Antwort (v.l.n.r.): Professor Dr. Ralf Seipelt, Dr. Rainer Breit und Dr. Fernando Gatto. Rechts Moderator Dr. Helmut Isringhaus.

Info-Nachmittag von Kardiologen und Herzchirurgen fand großen Anklang

 

Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt waren die Themen eines Info-Nachmittags, zu dem das SHG-Klinikum Merzig anlässlich der Herzwochen 2015 eingeladen hatte. Rund 150 interessierte Zuhörer waren der Einladung gefolgt und sorgten nach den medizinischen Kurzvorträgen mit vielen Fragen für eine rege Diskussion.

Die Beiträge wurden von hochkarätigen Experten präsentiert, nämlich von dem Kardiologen Dr. Rainer Breit, Chefarzt der Hauptfachabteilung Innere Medizin  im Klinikum Merzig, Professor Dr. Ralf Seipelt, Chefarzt der Herz- und Thoraxchirurgie im Herzzentrum der SHG-Kliniken Völklingen und Dr. Fernando Gatto, Leiter der dortigen Herzkatheterlabore. Für die fachkundige Moderation sorgte Dr. Helmut Isringhaus, ehemaliger Chefarzt der Völklinger Herz- und Thoraxchirurgie.

Die populärmedizinisch gehaltenen Fachvorträge handelten zunächst eine Reihe grundlegender Fragen ab. Was kann jeder selbst tun, um seine Risikofaktoren für eine Herzerkrankung möglichst klein zu halten? Welche Auswirkungen haben zu hoher Blutdruck, Diabetes und zu hohe Blutfettwerte? Die Zuhörer erfuhren auch, was bei einer Arteriosklerose passiert, und welche Untersuchungsmethoden es gibt, wenn sich Herz-Beschwerden - Schmerzen oder Atemnot - einstellen. Und ganz wichtig: Was ist zu tun, wenn man nachts mit stechenden Schmerzen in der Brust und/oder Atemnot wach wird?

Beim Verdacht auf einen Herzinfarkt ist es nämlich ganz wichtig, sofort zu handeln. Um Langzeit- und Folgeschäden zu vermeiden, zählt dabei jede Minute. „Warten Sie niemals in der Nacht auf den Morgen, niemals am Wochenende auf den Montag“, mahnte Dr. Rainer Breit: „Rufen sie gleich den Notarzt. Sagen sie am Telefon auch gleich, dass sie den Verdacht auf einen Herzinfarkt haben.“

Angina Pectoris und Herzinsuffizienz sind heute in der Regel gut behandelbar. Die Diagnose kann dank modernster Methoden wie der Spiroergometrie, Stressecho, einem Stress-MRT oder dem Card-CT oft ohne Eingriff von außen erfolgen. Bevor eine Operation erwogen wird, sollten zunächst einmal die Möglichkeiten der medikamentösen Therapie ausgeschöpft werden.

Stent oder Bypass? Professor Dr. Ralf Seipelt und Dr. Fernando Gatto stellten beide Wege der Beseitigung von Verengungen oder Verschlüssen der Herzkranzgefäße mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen ausführlich vor. Welche Methode ist die Bessere? Die berechtigte Frage aus dem Publikum beantworteten die Experten einmütig: Es kommt individuell auf den Patienten an. Die endgültige Entscheidung, welches Verfahren für welchen Patienten besser geeignet ist, wird letztendlich vom Heart-Team getroffen. Das interdisziplinäre Team ist sowohl mit Kardiologen als auch mit Herzchirurgen besetzt.

 

Pressebericht Saarbrücker Zeitung (Lokalteil) v. 11.12.2015